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4. Mai - 22. Juni
Aktionsraum VagabundInnenTreff – Offenes Programm und Pfingstferienwerkstatt
22. Juni
VagabundInnen Landtag mit Performances und Lesungen vor dem Hintergrund des Werks Gusto Gräsers

Opening VagabundInnen Treff – Saisonstart 2018


Freitag, 11. Mai, 16 – 20 Uhr
Aktionssetting mit Spielskulpturen von Jonas Beutlhauser (Künstler München, Wien)

Auftakt des Aktionsraums aus dem Performativen Gusto Gräser Kinder-Archiv mit performativen Präsentationen, Lesungen, Reenactments und weiteren KünstlerInnen-Beiträgen vor dem Hintergrund des Werks Gusto Gräsers.

VAGABUND*INNEN TREFF
Der Fahrende Raum freut sich den Künstler Jonas Beutlhauser für den Aktionsraum VagabundInnen Treff zu Gast zu haben. Als Vorbilder in Sachen Umgebungserkundung hat Beutlhauser vier Hühner eingeladen. In ihrer Gegenwart werden gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen Flugschriften verfasst, Zufallswörter vorgetragen, Litfaßsäulen beschlagen, Geheimsprachen und -zeichen erfunden. Beutlhausers Objekte sollen im Laufe des Aktionsraums zu Spielskulpturen umfunktioniert und als solche in Szene gesetzt werden. Aneignungsprozesse von Seiten der Kinder sind dabei zentral. In dem wachsenden Spielsetting wird es darum gehen eine performative Geschichte zeitgenössischer VagabundInnen zu erzählen.

Jonas Beutlhauser, 1990 geboren, lebt und arbeitet in Wien und München. Er studierte Germanistik an der Universität Regensburg sowie „Kunst und ihre Vermittlung“, dass er 2017 an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Stephan Dillemuth abschloss. Derzeit arbeitet er bei Prof. Dr. Maria Muhle an seinem Masterprojekt „Postakademische Figuren“. Die skulpturalen Arbeiten, die Beutlhauser in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Elena Carr entworfen hat, fordern Körpereinsatz. Durch tatsächlichen Gebrauch oder indem sie im Kopf potentielle Handlungen ablaufen lassen, immer steht das Zusammenspiel von Objekt und körperlicher Geste im Zentrum. An dieser Schnittstelle hat er eine eigene poetische Sprache entwickelt.


Künstler, Dichter, Tänzer, Bohemien, Fahrender Vagabund, Naturverehrer, Pazifist sowie Mitbegründer der Künstler*innenkommune Monte Verità in den Schweizer Alpen – Gusto Gräser (1879- 1958) verbrachte wichtige Abschnitte seines Lebens in München. So lebte er die letzten sechzehn Jahre seines Lebens im Stadtteil Freimann und schuf dort ein umfangreiches Werk. Für den Fahrenden Raum ist er Pate des Performativen Gusto Gräser Kinder-Archivs, in dem Kinder und Jugendliche mit Künstler*innen vor Ort seine Schriften performativ befragen und neu interpretieren.

Das Performative Gusto Gräser Kinder-Archiv ist ein laufendes Programm des Fahrenden Raums. Vor dem Hintergrund des Aktionsraums und seiner performativen, künstlerischen Mittel, möchte es eine zeitgenössische Befragung und lebendige Besprechung, sowie Forschung von Gusto Gräsers Werk und Person ermöglichen: In Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen aus dem Stadtteil Freimann – dem Münchner Stadtteil in dem sich Gräser für die letzten 16 Jahre seines Lebens niederließ – und mit dazu wechselnd eingeladenen Künstler*innen, sollen Kleinpublikationen, Performances, Lesungen, Vorträge und Eigenproduktionen entstehen.

Das Performative Gusto Gräser Kinder-Archiv folgt einem künstlerisch-kuratorischem Konzept von Maximiliane Baumgartner.

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Aktionsraum VagabundInnen Treff
4. Mai bis 22. Juni 2018
offenes Programm (für Kinder, Jugendliche und Erwachsene)
ein aktionspädagogisches, künstlerisches Setting mit Spielskulpturen von Jonas Beutlhauser, einer Fahrenden Flugschriftenwerkstatt sowie der Bucheckernschrift vor dem Hintergrund des Werks Gusto Gräsers

Eröffnungsfeier zum Saisonstart 2018 des Fahrenden Raums
Freitag, 11. Mai, 16 – 20 Uhr
Aktionssetting mit Spielskulpturen von Jonas Beutlhauser

VagabundInnen Landtag (Finissage)
Freitag, 22. Juni, 16 – 20 Uhr
Performative Präsentation und Lesung einer Flugschrift Gusto Gräsers von Maximiliane Baumgartner
Gastbeitrag von Brigitte Fingerle-Trischler (Leiterin des Mohr-Villa Stadtteilarchiv Freimanns)
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In Kooperation mit dem Mohr-Villa Stadtteilarchiv Freimann und mit herzlichem Dank an Frau Brigitte Fingerle-Trischler.