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CINÉVÉLOCITÉ – DIE FAHRRADFILMSTADT

CINÉVÉLOCITÉ – DIE FAHRRADFILMSTADT

CINÉVÉLOCITÉ – DIE FAHRRADFILMSTADT

Termin derzeit noch unbekannt.

Das Programm findet unter Einhaltung der jeweils aktuellen Hygiene- und Abstandsregeln statt. Mit den weiteren Öffnungen von Kulturorten und Kinder- und Jugendeinrichtungen wird sich auch der Fahrende Raum wieder öffnen. Dann können auch Termine und Öffnungszeiten unseres Programms bekannt gegeben werden. Wenn Sie uns mit einer Gruppe besuchen wollen, kontaktieren Sie uns bitte vorher unter info@fahrenderraum.de.

Bild: Patrik Thomas, Entwurfszeichnung Fahrradkino, 2020

Gemeinsam mit der Filmemacherin Felicitas Sonvilla und dem Künstler Patrik Thomas kannst du im Juli Drehbücher schreiben und Filme über deine Lieblingsorte, ihre Vergangenheit und Zukunft drehen. Manchmal digital und manchmal mit Super 8 (das ist eine über 50 Jahre alte analoge Filmtechnik). Wir bauen ein Kino und die passenden Möbel dafür. Ein Fahrradkino gibt es auch. Das ist dann im ganzen Stadtteil unterwegs und hält an vielen verschiedenen Plätzen an. Im Fahrradkino kannst du neben den selbstgedrehten Filmen auch welche sehen, die wir mit den Künstler*innen Gleyser Ferreira dos Santos und Nelson Ferreira Neto zusammenstellen, die in Rio de Janeiro in Brasilien den Kinoclub CINE TAQUARA organisieren.

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Im Aktionsraum CINÉVÉLOCITÉ – DIE FAHRRADFILMSTADT erkunden die Teilnehmer*innen mit filmischen Mitteln den Stadtteil Freimann. Im Fahrenden Raum wird gemeinsam mit der Filmemacherin Felicitas Sonvilla und dem Künstler Patrik Thomas an den Entwürfen eines Kinosaals gearbeitet, der sich den Herausforderungen der Gegenwart stellt: Wie kann das Kino ein politischer Verhandlungsraum sein, in dem mit verschiedenartigen Distanzen gearbeitet wird? Wie können diese Distanzen überbrückt und solidarische Gemeinschaft hergestellt werden? Ein mobiles Fahrradkino durchquert gleichzeitig den Stadtteil und präsentiert ein Filmprogramm, das die Themenkomplexe Mobilität, Stadtgeschichte und Umwelt umfasst. Den Kinosaal auf die Straße zu verlegen ist nicht nur eine Geste: Das Screening im öffentlichen Raum dient als Diskussionsplattform für die Fragen, die die Bewohner*innen an ihre Stadt richten. So wie das Kino als Ort und der Stadtteil als Schauplatz, so wird auch der Film als Medium in verschiedenen Erscheinungsformen erlebt und erforscht: Beim Dreh und bei der Projektion kommen sowohl digitale wie analoge Techniken zum Einsatz.

Der Aktionsraum CINÉVÉLOCITÉ – DIE FAHRRADFILMSTADT ist thematisch mit dem diesjährigen Residencyprogramm des Fahrenden Raums verbunden. Wir freuen uns auf die Künstler*innen Gleyser Ferreira dos Santos und Nelson Ferreira Neto (Rio de Janeiro, Brasilien). Aufgrund der aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie werden sie die Residency zu einem späteren Zeitpunkt wahrnehmen. Mit MOSTRA PEGA VISAO ist ein von ihnen kuratiertes Filmprogramm in den Aktionsraum eingebunden. Während ihres Residency-Aufenthalts werden weitere Veranstaltungen und Angebote stattfinden.

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Felicitas Sonvilla, Filmemacherin, Filmvermittlerin, Studium Dokumentarfilm an der HFF- München. Beschäftigt sich in ihren Filmen mit Machtstrukturen, transitorischen Orten und sozialen Räumen an der Grenze zwischen Dokumentarfilm und Fiktion. Seit 2015 in der Filmbildung & Filmvermittlung tätig, u.a an der Hochschule für Fernsehen und Film München als Seminar- Assistentin und Dozentin, als auch als Filmkursleiterin im Rahmen von Workshops (Lenbachhaus München, Forschungskolleg Studienstiftung, städtische Gymnasien)

Patrik Thomas, Künstler, Filmemacher, Kunstvermittler, Studium an der Akademie d.B. Künste, Postgraduierten-Forschungsstipendium zu Cineclubs in São Paulo, Brasilien. Seit vielen Jahren arbeitet er an der Schnittstelle zwischen Kunst, Film und Theater. 2013 hat er in Lissabon das Film-Kollektiv Gato Aleatório gegründet, welches mit dem MOVIMENTO Filmlabor ein Format schuf, um Filmschaffende mit lokalen Künstler*innen und Nicht-Künstler*innen für Filmprojekte zusammenzubringen.

Gleyser Ferreira dos Santos gründete 2017 das Cineclub-Kollektiv Cine Taquara, welches in der Zona Oeste, einem Vorort von Rio de Janeiro, arbeitet. Cine Taquara kuratiert Filme, Lyrik, Musik, Theater & Kunst für den öffentlichen Raum und bietet auch kunstvermittelnde Projekte an. Als Film-Kuratorin hat Gleyser Ferreira in diesem Kontext bereits über 100 Filme präsentiert. Als Lyrikerin tritt sie in verschiedenen Kontexten in Rio de Janeiro und Salvador de Bahia auf. 2019 drehte sie den Kurzfilm ENCRUZA, der im Centro Afro Carioca de Cinema Zózimo Bulbul produziert wurde. Momenten arbeitet sie an dem Folgeprojekt UTOPIAS POSSIBLES.

Nelson Ferreira Neto ist ein autodidaktischer bildender Künstler, Schriftsteller, Dichter, Regisseur, Cineclubist und Produzent. Seit Ende der 90er Jahre widmet er sich der unabhängigen künstlerischen und kritischen Produktion in der Underground-Szene Rio de Janeiros, wo er auch Erfahrungen in der Produktion von Zines und der Organisation von Low-Budget- und No-Budget-Veranstaltungen gesammelt hat. Im Bereich der Kunst tritt er vor allem mit seiner visuellen und lyrischen Praxis in Erscheinung, wagt sich aber auch in andere Ausdrucksformen.