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8. – 26. JULI 2020
CINÉVÉLOCITÉ – DIE FAHRRADFILMSTADT

Magic Channel bei der 60. Münchner Bücherschau im Gasteig

14. November bis 1. Dezember 2019

Gasteig, Kinderaktionsfläche im 2. OG

Eine unvollständige Liste der in der Ausstellung vertretenen Künstler*innen:

Adis, Amira, Anamarija, Andrea, Ari, Djenaba, Drilona, Elif, Emilia, Emma, Fabio, Ferdinand, Filip, Fina, Finn, Franzi, Gabriel, Haytham, Jan, Johannes, Josefina, Juliane, Kenza, Kevin, Lara, Laura, Leandra, Lena, Leonardo, Leonie, Leroy, Lia, Lisa, Lotti, Ludwig, Magdalena, Marian, Marie, Marios, Mathilda, Maui, Max, Michaela, Michelle, Mohamed, Moufidat, Moussili, Nadine, Pablo, Paula, Pedro, Philipp, Richard, Roland, Sawelo, Selinay, Shania, Simon, Sophie, Tarik, Thea, Theresa, Timo, Tobias, Vincent, Vitus

Konzeption des Aktionsraums: Ludwig Bader, Maximiliane Baumgartner, Leo Heinik

Zusammenstellung & Layout: Leo Heinik

Der Fahrende Raum ist ein Projekt von Kultur und Spielraum e.V., Stadtjugendamt/ Jugendkulturwerk, und wird gefördert durch das Sozialreferat und das Kulturreferat der Landeshauptstadt München. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der Münchner Bücherschau.

Nicht zuletzt an „Fridays for Future“ hat sich im zurückliegenden Jahr deutlich gezeigt, welch enorme Erwartungen auf Kindern und Jugendlichen lasten, gesellschaftliches Zusammenleben neu zu denken und Lösungsansätze für Probleme von globalen Ausmaßen zu finden. Der Aktionsraum MAGIC CHANNEL – DIE WELT ALS ERZÄHLRAUM, der von Mai bis Juni 2019 im Fahrenden Raum stattfand, bot Kindern und Jugendlichen einen spielerischen Umgang mit dieser erstarkten medialen Aufmerksamkeit. Statt selbst lediglich Objekte der Berichterstattung zu sein, nahmen die Teilnehmer*innen die Produktionsmittel selbst in die Hand.

Über den gesamten Projektzeitraum hinweg wurden in einem Behälter mediale Schlagworte gesammelt, in einem anderen Gegenstände des Alltags und Themen von persönlicher Bedeutung. Nachdem aus jedem Container je ein zufälliger Zettel gezogen wurde, konnten die so entstandenen Begriffspaare (z.B. Delfin–Armut, Schmink–Katastrophe, Klima–Shisha) als Ausgangspunkte zur Geschichtenfindung dienen. Die entstandenen Szenen und Berichte fanden dann gemeinschaftliche wie individuelle Umsetzung. Dabei standen verschiedene Materialien und Requisiten, eine Bühne, ein Filmstudio mit Green Screen, sowie Druckwerkstätten für Zeitungen und Wandanschläge zur Verfügung. Die Konfrontation von Privatem und Alltäglichem mit den „großen“ Themen lud sowohl zur Suche nach eigenen Ausdrucksformen über Imitation und Parodie hinweg ein, als auch dazu, Zusammenhänge zwischen eigenen Lebensumständen und öffentlichen Diskursen herzustellen.

In der Ausstellung sind eine Auswahl der Begriffe, sowie ein Querschnitt der entstandenen Produktionen versammelt: Wandzeitungen, Zeitungen, Filmstills, Fotos der Aufführungen, Storyboards, Skripte und Requisiten. Der Aktionsraum wurde von den Kindern und Jugendlichen selbstverständlich auch zur Self-Promotion und zur Weiterentwicklung und Umsetzung persönlicher Spielfilm- und Romanprojekte zweckentfremdet. Auch das greift die Ausstellung auf.