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Samstag, 7. Dezember, 19 Uhr
Vortrag von Carmen Mörsch – „Die Remise“
Sonntag, 8. Dezember, 10-16 Uhr
Workshop von greater form – Wo fängt Teilhabe an?

Mid-Season-Show – Magic Channel

Sonntag 23. Juni, 16 bis 20 Uhr

Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Performatives Spielsetting mit Spielskulpturen von Leo Heinik und Präsentation der im Aktionsraum entstandenen Arbeiten der Kinder und Jugendlichen.

Ab 18 Uhr: Lecture Performance von Leo Heinik

Screening: „Das Ohr“, Kurzfilm, Pädagogische Aktion, München, um 1970

 

In diesem Jahr findet ihr den Fahrenden Raum auf der Hummelwiese in Freimann. Hier erfinden wir vom 29. Mai bis zum 28. Juni gemeinsam mit dem Künstler Leo Heinik Geschichten und holen sie aus unseren Köpfen auf die Bühne! Wir machen Poster und plakatieren sie. Wir gestalten Trickfilme. Wir basteln Kostüme und Kulissen. Mit dem Green Screen erschaffen wir sogar Orte, die es vorher nur in unserer Fantasie gab. Der Fahrende Raum füllt sich so mit euren Geschichten, Informationen und Nachrichten.

Bei unserer Mid-Season-Show könnt ihr nicht nur all das sehen und hören, was bis dahin entstanden ist, sondern selbst ausprobieren! Mit einem Themenlotto und den Kostümen und Kulissen könnt ihr euch Ideen für eure Poster, Wandzeitungen, Filter, Live-Ticker und Nachrichten holen. Außerdem gibt es künstlerische Lesungen.

 

DIE MAGISCHEN KANÄLE

Die Collage hat sich von einer Methode zum Mindset entwickelt, nicht nur der Bildproduktion, sondern auch ihrer Rezeption. Einerseits lassen sich ohne sie die Funktionsweisen von Bildbearbeitungssoftware und Schnittprogrammen nicht denken. Verschiedene Informationsebenen werden übereinander geschichtet, miteinander verwoben, und zusammengefügt, bis sich aus ihrem Verhältnis zueinander Bilder ergeben. Währenddessen erweitern sich die technischen Möglichkeiten zunehmend, sodass fotografische und filmische Bilder längst nicht mehr als unmittelbare Zugänge zur Wirklichkeit begriffen werden können. Dennoch erzeugen die sich aus ihnen ergebenden Narrative einen formativen Sog, dem sich die Realität augenscheinlich nicht zu entziehen vermag, wie immer wieder festgestellt wird. Mediale Debatten um Begriffe wie „Fake News“ oder „Framing“ greifen allerdings zu kurz, wenn sie auf die Suche nach dem Objektiven und Authentischen abzielen und dabei das vielschichtige Gebilde aus Rezeptionskanälen und Informationsflüssen übersehen, in dem sie sich selbst abspielen.

Der Aktionsraum MAGISCHE KANÄLE – DIE WELT ALS ERZÄHLRAUM im Fahrenden Raum in Zusammenarbeit mit dem Künstler Leo Heinik bietet Kindern und Jugendlichen und allen Teilnehmer*innen die Möglichkeit Formen medialer Berichterstattung auszutesten –  mit unterschiedlichen Mitteln – fotografisch, filmisch, performativ, mit Green Screen oder als öffentliche Wandzeitung. Das so entstehende Material knüpft in seiner künstlerischen Form auch an die aktionspädagogischen Druckerzeugnisse und  Self-Publishing-Kanäle (Kinderzeitung KARUSSELL, Filme, und vieles mehr)  der PA-Pädagogischen Aktion[1] an, die von und mit Kindern und Jugendlichen produziert wurden und wichtige Schnittpunkte für  Kinderöffentlichkeit(en) in den 70er und 80er Jahren in München bildeten.

Leo Heinik lebt in München. Zentrale Ausgangspunkte seiner künstlerischen Arbeit sind Ausstellungsdisplays als narrative Strukturen, die sich aufgrund ihrer Position zwischen Kunst und Betrachter*innen hinsichtlich ihrer gesellschaftlich, ökonomisch und historisch tradierten Einbettung befragen lassen. Aktuell arbeitet er zur Verschachtelung digitaler und analoger Wahrnehmungsräume. Aus dieser Beschäftigung und unter Verwendung der mit dem Sprechen über Digitalität verknüpften Metaphorik von Liquidität, Opazität und Spektralität entstehen Skulpturen, Installationen und Zeichnungen. Gemeinsam mit Jan Erbelding, Johanna Gonschorek und Maria VMier kuratiert er Ruine München, eine Ausstellungsreihe im Printformat.

 

[1] PA – Pädagogische Aktion: Zusammenschluss von Münchner Pädagog*innen und Künstler*innen, die unter dem Begriff der „Aktionistischen Pädagogik“  in den 70er und 80er Jahren künstlerische Aktions- und Spielräume unter direkter Einbindung von Kindern und Jugendliche organisiert haben. Aus ihr hervorgingen verschiedene Nachfolgevereine, die bis heute aktiv sind.

 

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Der Fahrende Raum – Ein Aktionsraum und Kunstprojekt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Zu sehen zu den Öffnungszeiten, sowie als künstlerische Setzung im öffentlichen Raum von 27.05 – 13. Oktober 2019.
Spielplatz an der Situlistraße / Ecke Kulturheimstraße
80939 München
U6, Haltestelle Freimann (8 Minuten Fußweg)

www.fahrender-raum.de
Künstlerische Leitung, Kuration: Maximiliane Baumgartner
Der Fahrende Raum
Kultur und Spielraum e.V.